• Marlis Stagat

Wie alles anfing

Es war ein ganz normaler Tag im Juni 2019 – genauer gesagt der 12.06.2019.

Und es war auch ganz normal, dass ich mich mit Monika Saggau (Foto) zum Essen verabredete. Wir sind halt beide Powerfrauen, denen Bad Segeberg und Weiterentwicklung am Herzen liegen.

Wir hatten grade unser Essen bestellt, als mich Monika Saggau mit einer Frage überraschte: „Kannst Du Dir vorstellen, Bürgermeisterin von Bad Segeberg zu werden?“ Ich habe Tränen gelacht. Monika Saggau blieb ruhig. Ich guckte in Ihr Gesicht und stellte fest, dass sie gar nicht lachte, sondern mich weiterhin freundlich lächelnd ansah.

„Du meinst das ernst, oder?“, fragte ich sie immer noch völlig irritiert.

„Ich meine das sehr ernst!“ antwortete sie mir.

Wir unterhielten uns noch eine Weile darüber, warum sie und auch weitere Personen mich für die richtige Kandidatin halten. Natürlich war mir schnell bewusst, welche Konsequenzen eine solche Entscheidung für mich hätte. Sie gab mir einfach den Rat einmal darüber nachzudenken.

Ich tat das, was wahrscheinlich viele von uns tun würden, ich sprach mit einigen Menschen in meinem engen Umfeld.

Der Tenor war „Du glaubst gar nicht, was mir heute passiert ist... ich bin gefragt worden, ob ich Bürgermeisterin werden möchte.“

Meine Erwartung war, dass meine Freunde ebenfalls lachen würden. Das blieb aus.

„Marlis, das ist eine sehr gute Idee! Wenn das jemand kann, dann Du.“ Auch hier gab es ein langes Plädoyer, warum ich die geeignete Kandidatin wäre.

Allen war sofort klar, dass es gut für unsere Lieblingsstadt wäre.

Also schrieb ich Monika Saggau eine kurze Mitteilung: Liebe Monika, danke für den Austausch heute Mittag. Nun habe ich eine echte Denksportaufgabe. Der werde ich mich stellen. Alles Liebe, Marlis

Es ist allerdings nicht damit getan, dass man sich vornimmt, darüber nachzudenken. Für solch eine Entscheidung brauche zumindest ich mehr Details. Also habe ich mich mit einigen Menschen getroffen, die mir inhaltlich weiterhelfen konnten. Neben den Gesprächen mit drei wichtigen Freunden (Marc, Ragna und Sabine – alphabetisch sortiert ;-)) haben mir besonders die Gespräche mit Ole Plambeck und Matthias Bonse weitergeholfen.

Das Auf und Ab begann. Für mich war es wichtig, dass ich nicht aus einem Gefühl des geschmeichelt seins einen Berufswechsel vollziehe. In den kommenden Wochen realisierte ich Stück für Stück, was mein Umfeld schon vorher gesehen hat: Wenn man alle drei Bereiche (Versicherungsagentur, Coaching und Engagement für WfS) zusammenzieht, dann habe ich alles was ich brauche, um Bürgermeisterin von Bad Segeberg zu werden.

Im Spätsommer versprach ich, dass ich in meinem Urlaub (Oktober) die Entscheidung treffen würde.

Das, was ich bis hier und jetzt gemacht habe, habe ich immer mit Leidenschaft ausgefüllt. Keinen Tag habe ich einen Beruf gehabt, weil ich nichts anderes konnte, oder wollte. Mit meiner Entscheidung zur Kandidatur habe ich mich also weder gegen die Provinzial, noch gegen die Erfolgswerkstatt-Nord und auch nicht gegen „Wir für Segeberg“ entschieden, sondern mich dazu entschlossen meine Fähigkeiten zu fokussieren und für Bad Segeberg einzusetzen.

Also rief ich Monika am 8.10.2019 an und teilte ihr mit, den Weg gerne zu gehen!


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